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Basis of Life
Sauerstoff & Wasser

Anwendungsmöglichkeiten
Höhentrainingsanlagen von Oxymount Technology

Die Ausnutzung des Höhentrainings zur Erhöhung der Leistungsfähigkeit im Sportbereich:

Nationale Akademie der Wissenschaften der Ukraine:

  • Staatliches – wissenschaftliches – medizinisches Forschungs- und Ingenieurzentrum NORT
  • Leitung: Prof. Dr. W.A. Beresowskij in Kiew
  • Weiterentwicklung von Oxymount Technology in Coburg
  • Deutsches Patent Nr. 196 03 613.5

Allgemeines und Forschungen

Oxymount HöhentrainingsanlageOxymount Höhentraining

Um maximale Sportergebnisse zu erzielen, sollten Sportler/innen über ein hohes Niveau an Bewegungskoordination, große Reaktionsgeschwindigkeit des zentralen Nervensystems, optimale körperliche Leistungsfähigkeit und über einen niedrigen Ermüdungsgrad verfügen. Diese Kombination wird durch zwei Faktoren bestimmt:

1. Angeborene Körpereigenschaften

Angemessenes Training, das es erlaubt, die körperlichen Reserven zu vergrößern. Dazu zählen:

  • Blutsauerstoffgehalt
  • Herzleistung
  • Resistenz des Atemzentrums gegen Blutübersäuerung
  • Die Fähigkeit der Zellfermente, unter den Bedingungen der Bewegungshypoxie und des niedrigen Sauerstoffpartialblutdruckes den Körper mit Energie zu versorgen

Ein Verfahren zur Steigerung der körperlichen und psychischen Leistungsfähigkeit von Sportlern liegt darin, in den gesamten Trainingskomplex eine zusätzliche biophysische Einflussgröße einzubauen:

Inhalation eines Luftgemisches mit einem vorgegebenen und regelbaren Sauerstoffpartialdruck (PO2).

Entsprechend der Bergluft in Höhen ab 2300 bis 6400 Meter über Normalnull. (Sirotin, 1969, Agajanjan N.A. et al., 1985)

Mehrmals wurden Versuche unternommen, das Bergklima beim Training der Sportler aus verschiedensten Disziplinen auszunutzen. Die erzielten Ergebnisse waren jedoch nicht immer befriedigend. (Buskirk et al. 1967, Consolazio 1967, Hollmann 1966, C.G.R. Jackson et al. 1988, Terrados et al. 1988)

Es wurden sowohl positive als auch negative Einwirkungen des Bergklimas auf die gesamte Leistungsfähigkeit der Sportler verzeichnet. Dies ist dadurch zu erklären, dass sich beim Bergsteigen, also beim Aufstieg in höhere Atmosphärenschichten, gleichzeitig wichtige Umgebungsparameter ändern (Hurtado et al. 1945):

Es sinkt die Luftdichte und damit der Luftdruck, Sauerstoffpartialdruck (PO2), Dampfdruck sowie die Luftfeuchte.

Es ist bekannt, dass bei vielen Menschen sogar minimale, mit den Witterungsverhältnissen verbundene, Änderungen des Luftdruckes Unwohlsein, Blutdruckerhöhung, Kopf- und Gelenkschmerzen sowie Schlafstörungen zur Folge haben können. Untersuchungen des Gesundheitszustandes der Mitarbeiter der Sternwarte Selentschuk (im Nordkaukasus), welche bei ihrem täglichen Arbeitsweg den Höhenunterschied von 600 Metern bewältigen, ergaben bei 80 Prozent des Personals psychasthenische Nervenstörungen, transistorische Hypertonie, sowie Herzrhythmusstörungen. (W.I. Danileiko et al., 1986)

Mit anderen Worten wirkt sich das Gesamtluftdruckgefälle beim Auf- und Abstieg in den Bergen negativ auf das zentrale Nervensystem und das kardiovaskuläre System aus.

2. Sauerstoffpartialdruck

Im Gegensatz zu den negativen Auswirkungen der Luftdruckverhältnisse steht die Einflussgröße des reduzierten Sauerstoffpartialdruckes. Es ist bekannt, dass ein geringerer Sauerstoffpartialdruck in der Höhe stimulierend und stärkend auf den menschlichen Organismus wirkt. (W.A. Beresowskij 1975)

Die Hämoglobinkonzentration im Blut erhöht sich in der Höhe als Folge einer Hämokonzentration, bedingt durch die Abnahme des Plasmavolumens. (Merino 1950; Buskirk et al. 1967)

Die vermehrte Erythropoese bringt den Hämoglobingehalt auf so hohe Werte, dass der Sauerstoffgehalt pro Liter arteriellen Blutes bei akklimatisierten Personen in 4500 Metern Höhe derselbe sein kann wie in Meereshöhe (Hurtado et al. 1945; Chiodi 1957; Reynafarje 1967). Eingeborene Peruaner weisen in einer Höhe von 4500 Metern eine Hämoglobinkonzentration mit Durchschnittswerten von 20,8 Gramm pro 100 Milliliter Blut auf.

Eine weitere Wirkung des verminderten Sauerstoffpartialdruckes ist, dass sich die Anzahl der funktionsfähigen Kapillaren im Gehirn, der Atemmuskulatur und in den Muskeln um bis zu 70 Prozent vergrößern. Damit ist auch eine gesteigerte geistige Leistungsfähigkeit des Menschen verbunden (E. van Lir, E.C. Steankny, 1967; Beresowskij W.A., Dejnega W.G., 1988).

Schlussfolgerung anhand der analysierten Daten

Die Anwendung einer dosierten PO2-Senkung ohne Änderung des Gesamtluftdruckes ist ein wesentlicher Faktor zur Erhöhung der Leistungsbereitschaft bei Sportlern.

Die Entwicklung des mobilen und stationären Mountain-Air 600I XA

Diese Erkenntnis führte zur Entwicklung eines Gerätes, das diese Bedingungen erfüllt. Mit dem Mountain-Air Gerät 6001 XA steht nun auf der Basis der wissenschaftlichen Ergebnisse von NORT eine mobile Höhentrainingsanlage zur Verfügung. Im Gerät wird eine gesteuerte Luftseparation durchgeführt und über ein Inhalationssystem unter Ruhe (optional auch unter leichter Last) eingeatmet.

Mit dieser Methode werden in der Ukraine und den GUS-Staaten seit 1988 auch Patienten therapiert, die unter Atemwegserkrankungen leiden. Im Zusammenhang mit der Erforschung der Auswirkungen eines reduzierten PO2 wurde festgestellt, dass sich das Immunsystem des menschlichen Organismus rekonditionieren lässt. Darüber hinaus können bestimmte Herz-/Kreislauferkrankungen ebenso erfolgreich behandelt werden wie unspezifische Allergien.

Zusammenfassend kann für die Anwendung des Mountain-Air Trainings gesagt werden, dass die Kombination der Bergluftkur in Ruhe mit anschließendem Belastungstraining zur maximalen aeroben und anaeroben Leistungsfähigkeit führt (Wolkow N.I. et al., 1992).

Hinweis

An dieser Stelle sei darauf hingewiesen, dass die mobile Höhentrainingsanlage Mountain-Air 6001 XA kein Medizinprodukt in diesem Sinne ist.

Zu erwartende Effekte beim Mountain-Air Training, insbesondere für den Sportler

Die entscheidende Ursache der Leistungssteigerung ist nicht – wie meistens angenommen – die Erhöhung des Hämoglobins (insbesondere der Retikulozyten), sondern die Vermehrung der Kapillaren. Diese führen zu einer besseren Versorgung sämtlicher Organe und Zellen mit Blut und demzufolge auch Sauerstoff. Obwohl sich nach einem Mountain-Air Training bei vielen Testpersonen das Blutbild nicht signifikant veränderte, zeigten die Belastungstests mit gleicher Wattzahl einen wesentlich tieferen Puls und tiefere Laktatwerte. Dies ist der beste Beweis für eine Verzögerung der anaeroben Schwelle und somit einer besseren Leistungsfähigkeit! Bei weiteren Mountain-Air Trainings/Kuren ist die Anpassungszeit des Organismus kürzer und der gewünschte Erfolg tritt schneller ein.

Die erwarteten Effekte zusammengefasst:

  • Vermehrung der Kapillaren
  • Vergrößerung der Reserven
  • Kürzere Regenerationszeit nach Training und Wettkampf (Übersäuerung baut schneller ab)
  • Verbesserte Ausnutzung des atmungs- und kardiovaskulären Systems (Verminderung des Sauerstoffbedarfs im Verhältnis der zu leistenden Muskelarbeit)
  • Erhöhung der funktionalen Abläufe in den Nervenprozessen sowie der Geschwindigkeit von seh- und gehörmotorischen Reaktionen
  • Verbesserung des funktionalen Zustandes der wichtigsten Körpersysteme
  • Steigerung der gesamten und speziellen Leistungsfähigkeit
  • Verzögerung der anaeroben Schwelle
  • Verbesserung der sportlichen Ergebnisse

Hauptvorteile vom Mountain-Air Training

  • Kein Druckgefälle und damit verbundene Komplikationen
  • Variable Höhenanpassung 2200 bis 6400 Meter
  • Erlaubt das Training sowohl unter Hypoxie- als auch Hyperoxiebedingungen zu verbinden beziehungsweise zu wechseln (Intervall)
  • Die Anwendung kann in jeder Trainingsphase erfolgen
  • Ein hohes Niveau der Leistungsbereitschaft kann über mehrere Wochen beibehalten werden
  • Schließt die vorzeitige Erschöpfung der Anpassungsressourcen des Körpers aus
  • Erfordert keine Korrekturen im Trainingsablauf, welche im natürlichen Bergklima unvermeidlich sind
  • Führt keine Disadaption herbei, schließt die Gefahr eines Leistungsrückganges zwischen der Anpassungs- und Nichtanpassungsperiode aus
  • Die mit der Fahrt ins Gebirge verbundenen organisatorischen und methodischen Probleme, wie Akklimatisierung, Reakklimatisierung und Änderung der Lebensweise, entfallen
  • Kann auf jeder Meereshöhe, praktisch überall und durch den Heimkurservice sogar zu Hause durchgeführt werden
  • Die Nutzung des Bergklimas ist sowohl als selbständige Trainingsart, wie auch in Verbindung mit allen herkömmlichen Trainingsmethoden möglich

Neben den sportlichen Aspekten stellen sich noch weitere gesundheitsrelevante Effekte ein:

  • Reduzierung und zum Teil völlige Beseitigung von Problemen mit Pollenallergie oder Asthma
  • Reduzierung dermatologischer Problemfelder
  • Stressabbau
  • Beseitigung von Schlafstörungen
  • Höhere Konzentrationsleistung
  • In der Sportszene wird das Mountain-Air Höhentraining sowohl von Spitzen- wie auch von Hobbysportlern regelmäßig eingesetzt – unter anderem von Weltmeister/innen, Europameister/innen, Gesamtweltcupsieger/innen

15-tägige Mountain-Air-Kur

Zusammenfassend berichteten die begeisterten Sportler/innen nach der 15-tägigen Mountain-Air Kur:

  • Der Ruhepuls war nach der Kur tiefer
  • Wir konnten viel härter trainieren (durch die Verschiebung der anaeroben Grenze)
  • Wir stellten fest, dass wir im Wettkampf viel mehr Luft und Reserven zur Verfügung hatten (ebenfalls erweiterte aerobe Grenze)
  • Die Atemleistung verbesserte sich (Peak-flow-Test)
  • Die Erholungszeit nach dem Wettkampf war wesentlich kürzer als sonst
  • Wir hatten einen viel tieferen Schlaf

Empfohlene Anwendung

Beginn

Mit der Mountain-Air Kur beginnt man vier bis fünf Wochen vor dem gewünschten Event

Anwendung

Die Sitzungen sollten täglich mit 45 bis maximal 60 Minuten in Ruhe durchgeführt werden. Es sind 15 Sitzungen anzustreben. Ein bis zwei Ruhetage nach jeweils fünf Tagen werden toleriert. Ziel ist jedoch, die Sitzungen lückenlos durchzuführen.

Empfohlene Strategie

  • Zu Beginn der Kur und zur Eingewöhnung ist eine Sauerstoffkonzentration von zwölf Prozent einzustellen
  • Mit dem Gerät können auch Zyklische Sitzungen durchgeführt werden wobei in Intervallen die Konzentration des Sauerstoffs zwischen z.B. 10% und 32% inhaliert wird. Der Hypoxische Reiz wird damit gesteigert. Eine reien Hyperoxieanwendung verkürzt die Erholungszeit nach großer Anstrengung und baut Laktat schneller ab.
  • Bei guter Verträglichkeit kann täglich die Sauerstoffkonzentration täglich vermindert werden bis zu einer Konzentration von zehn Prozent, was einer Höhe von circa 5800 Metern über Normalnull entspricht
  • Mit dieser Einstellung sollte die Kur bis zum Ende durchgeführt werden
  • Die Anpassung an die Höhe wird von verschiedenen Personen unterschiedlich vertragen
  • Bei guter Verträglichkeit können nach Eingewöhnung auch neun Prozent Sauerstoff eingestellt werden
  • Mit dem Gerät können auch zyklische Sitzungen durchgeführt werden, wobei in Intervallen die Konzentration des Sauerstoffs zwischen zum Beispiel zehn Prozent und 32 Prozent inhaliert wird
  • Der hypoxische Reiz wird damit gesteigert
  • Eine reine Hyperoxieanwendung verkürzt die Erholungszeit nach großer Anstrengung und baut Laktat schneller ab.

Beendigung der Kur

  • Circa zwei Wochen vor dem Event
  • Die jungen Blutkörperchen (Retikulozyten), die sich durch das körpereigene Epo bilden, entwickeln sich weiter und werden innerhalb der nächsten Tage und Wochen zumeist zu roten Blutkörperchen

Weitere Anwendungsformen

Im absoluten Spitzensportbereich sind auch Höhenketten sehr erfolgreich. Dies bedeutet:

  • Drei Wochen Mountain-Air Kur
  • Drei Wochen Pause
  • Drei Wochen Mountain-Air Kur
  • Wiederholung nach einem halben Jahr

Einschränkungen

Nach oder während Erkrankungen beziehungsweise Erkältungen sollte auf ein Mountain-Air Training verzichtet werden, da dieses den Organismus zu stark belastet und den Heilungsprozess kurzfristig verzögern kann.

Bilder

Die ersten beiden Bilder zeigen Prof. Dr. Klaus Mees, Klinikum Großhadern/München in seiner Vorbereitung auf seine Himalaya-Expeditionen.